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Seit März 2024 nutzt der Buxtehuder Platzhirsch für die Steuerung der Bestände auf ausgewählten Flächen das KI-Replenishment-Tool von hachmeister + partner (h+p). Und die Entwicklung der Kennzahlen spricht für sich.
Veröffentlicht am 30.01.2025

Seit März 2024 nutzt der Buxtehuder Platzhirsch für die Steuerung der Bestände auf ausgewählten Flächen das KI-Replenishment-Tool von hachmeister + partner (h + p). Und die Entwicklung der Kennzahlen spricht für sich: Der Umsatz ist in den Bereichen, die KI-gestützt optimiert werden, um 38 Prozent gestiegen und der Rohertrag um 27 Prozent. „Wir sind sehr zufrieden mit der Leistungsfähigkeit des Tools und wollen es zukünftig noch stärker für das Warenmanagement einsetzen“, freut sich Carmen Bellmann, die bei Stackmann für das NOS-Management im gesamten Haus über alle Sortimente verantwortlich ist. Aktuell werden NOS-Programme von etwa 60 Lieferanten quer durch die Abteilungen Wäsche, Accessoires, Sport, Haushalts- und Spielwaren KI-unterstützt gesteuert.
Dabei gibt es zwei Steuerungsansätze: Bei Flächen, bei denen das Stackmann-Team die alleinige Verantwortung für die Bestände trägt, kann der Optimierungsvorschlag des KI-Tools automatisch übernommen werden, sodass die Nachbestellung beim Lieferanten vom ERP-System selbstständig ausgelöst wird. Je nach Einstellung ist noch eine Freigabe durch den Einkauf erforderlich.
Bei Flächen, die vom Lieferanten fremdgesteuert werden, erstellt der Reorder-Optimizer Vorschläge für die Bestandspflege, die dann per Liste an den Lieferanten übermittelt werden können. „Wir nutzen diese Listen auch, um die Warensteuerung unserer Lieferanten abzugleichen. Bei den Flächen, die wir selbst steuern, möchten wir den Automatisierungsgrad bei den Nachbestellungen deutlich erhöhen, sodass die Flächenverantwortlichen von diesen Aufgaben entlastet werden“, erläutert Bellmann.
Die Vorschläge des KI-Tools beruhen auf tagesaktuellen Bestandsdaten sowie einer Bestandsprognose, für die mehr als 40 allgemeine (Wetter, Saisonverläufe, Marktpreise etc.) sowie unternehmensindividuelle Einflussfaktoren (zum Beispiel Verkaufsevents, Marketingkampagnen, saisonale Anlässe etc.) berücksichtigt werden.
„Mit täglichen Mindestbestandsempfehlungen, basierend auf präzisen Absatzprognosen, sichern wir mit dem Tool die optimale Warenverfügbarkeit und schaffen einen nachhaltigen Mehrwert im Handel“, ist Stephan Godt, Head of AI & Development bei h + p, überzeugt.
BTE marketing berater, Ulrike Lach: Optimierte Bestände durch KI (Januar 2025, S. 32)
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